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    Was ist eigentlich Kartslalom?

Was ist Kartslalom?

 



Mit fünf Pferdestärken um die Pylonen

AMC Helpup: Beim Jugend-Kart-Slalom bewegen sich 44 Kinder auf den Schumis Spuren


Oerlinghausen (kap). Carlos steigt aus dem Motorkart, nimmt den Helm vom Kopf und wischt sich mit der Hand die Schweißperlen von der Stirn. Zum ersten Mal hat er in einem solchen Gefährt gesessen. Spaß hat es gemacht, "aber die Kurven waren richtig schwer", erzählt der Achtjährige von seinen gerade gewonnen Erfahrungen auf dem Parcours.


Wenn der Automobilclub (AMC) Helpup im ADAC zu den Ferienspielen auf die Parkplätze hinter dem Schulzentrum einlädt, dann ist das Interesse erfahrungsgemäß groß. Diesmal aber "war die Anfrage derart riesig, dass wir uns entschlossen haben, nicht nur zwei, sondern drei Parcours aufzubauen", berichtet Jugendtrainer Stephan Weindok. "Sonst war bei 25 Kindern Schluss." Diesmal ist die Grenze bei 45 gezogen worden. Und die Nachfrage war noch größer. 60 Plätze hätten wohl ohne Probleme vergeben werden können.


Das, sagt Weindok, hätte aber wenig Sinn gemacht, "denn dann wären die Wartezeiten zu lange gewesen". Aufgeteilt wird nach Alter und Körpergröße. Bernd Nicolaus macht sich mit einer der Gruppen bereits auf den Weg, um die Strecke zu Fuß zu erkunden. René Büker, der sich gemeinsam mit Phillip Thomaschewski um die ältesten Teilnehmer kümmert, erläutert, warum das wichtig ist. "Wenn man im Kart auf Bodenhöhe sitzt, ist es nicht so leicht, sich zu orientieren." Denn der Fahrer sehe zwar die Pylonen, nicht aber den eigentlichen Weg.


"Die Orientierung zu behalten, ist das Schwierigste", bestätigt Büker, der selbst aus dem Autosportbereich kommt, Rallyes und Bergrennen fährt. "Sicher ans Ziel kommen, die Schnelligkeit ist erstmal egal", so lautet die Vorgabe für die Kinder, die sich an der spannenden Aktion am Ende der Sommerferien beteiligen. Jens und Tim Beckmann schicken die Jüngsten auf die Spur und Lia (7) ist sich sicher: "Das wird bestimmt cool."


»Die Orientierung zu behalten, ist schwierig«


Giuliana (8) glaubt, dass Kart-Slalom "ein bisschen ähnlich ist, wie Auto fahren". Obwohl. "Autofahren ist bestimmt richtig schwer, weil das Lenkrad da nicht in der Mitte ist." Kinderlogik, die überzeugt. Mit fünf bis sechs Pferdestärken sind die jungen Fahrer unterwegs. Dass die Reifen hinten dicker sind als vorne, die Spur damit breiter wird, lernen die Kinder ebenso wie möglichst gleichmäßig zu fahren.

        


Das Spiel mit Gas und Bremse entpuppt sich für manch einen als gewöhnungsbedürftig. "Also leicht sieht das nicht aus", raunt einer aus der jüngeren Gruppe. Am Ende aber würden alle am liebsten noch viel mehr Runden drehen.